Olafur Eliasson

Olafur Eliasson *1967

"crystal walls series", 1998
8 Farbserigraphien auf Papier
je 66,7 x 51,7 cm
© Olafur Eliasson und Neugerriemschneider
Photo: Jens Ziehe

Olafur Eliasson ist Künstler im Sinne eines Erfinders, Konstrukteurs und Physikers. Aus Licht, Spiegeln und Wasser schafft er Orte, die verzaubern und den Besucher auf „Seelenurlaub“ schicken. 1967 in Kopenhagen geboren, wo er zwischen 1989 und 1995 an der Königlich Dänischen Akademie der Künste studierte, wuchs Eliasson in Island auf. 

Die Verbundenheit mit seiner Heimat und den Naturphänomenen zieht sich durch sein gesamtes Werk. Mitte der 1990er Jahre zog er nach Berlin, seit 2006 ist er dort Professor für Bildhauerei an der Universität der Künste. Aus der Vielschichtigkeit der Stadt habe sich für ihn, so Eliasson, die Auflösung des Kunstbegriffs ergeben. Da habe er die Möglichkeit erkannt, das Ephemere in das Kunstwerk einzuführen: die Zeit-Dimension, die für sein Kunst-Schaffen und -Denken kennzeichnend ist. Eliasson gelingt es, Kunst mit Physik, Philosophie, Psychologie, Mathematik, Architektur und Neurowissenschaft in direkten Kontakt zu bringen.

Die Arbeit „crystal wall series“, 1998, aus der Roland Berger Art Collection ist wie alle seine Fotografien in Island entstanden. Die aus acht einzelnen Fotografien bestehende Serie zeigt unterschiedliche Steinformationen aus einer Höhle auf Island, die Olafur fotografiert, koloriert und dann im Siebdruckverfahren gedruckt hat.