Tobias Rehberger

Tobias Rehberger

"196 applications (CIN & ILL)", 2005
Computerdruck auf Kohlepapier
105 x 150 cm
© Tobias Rehberger und Neugerriemschneider
Photo: Jens Ziehe

 

Tobias Rehberger, 1966 in Esslingen am Neckar geboren, zählt international zu den wichtigsten zeitgenössischen Positionen. Der Professor für Bildhauerei an der Städelschule in Frankfurt am Main überzeugt mit einem Crossover von Architektur, Installation, Bildhauerei, Design, Lichtgestaltung und Soziologie. Mit seiner Kunstauffassung setzt er sich konsequent über Gattungsgrenzen hinweg.

Rehberger untersucht in komplexen Installationen Fragen der Gegenwartskunst zum Verhältnis von Kunst und leben, von Werk, Präsentation und Rezeption, von Original, Remix und Nachahmung. Mit Vorliebe interpretiert er Klassiker der modernen Kunst oder des Designs neu in atmosphärischen Installationen, Möbelstücken, Landschaftseingriffen, Kleidungsstücken. "Es hat mich immer schon interessiert, wie sichtbar etwas ist. Es geht darum, dass man eine gewisse Lebensrealität herstellt, und nicht nur, dass man vor einem Kunstwerk steht und es anschaut." (Tobias Rehberger in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung am 5. September 2009) dabei arbeitet er häufig in Koproduktion, wirkt dem Bild des genialen Künstlers entgegen. Die in der Roland Berger Art Collection vertretende Grafik "196 applications (cin & ill)", 2005, ist am Computer entstanden. Vor der Anfertigung wurde eine Anzahl von Arbeitsschritten festgelegt. Statt der eigenhändigen Durchführung wurde dieses Manual vom Computer zufallsgeneriert ausgeführt.